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Abstract: Die Ursache für rezidivierende “Wirbelblockierungen” liegt in der Suche des Körpers nach Stabilität. Gelingt es, therapeutisch den stabilisierenden Bandapparat um die Wirbelsäule herum zu aktivieren, sind Blockierungen für den Körper nicht länger von Nutzen und werden dann auch nicht mehr installiert.

Keywords: blockierter Wirbel, osteopathische Dysfunktion, “Einrenken” (Manipulieren)

 

“Wirbelblockaden verstehen”

Es gibt eine gewisse Intelligenz, die unserem Körper innewohnt und die ihn folgerichtig agieren lässt. Die Ursache für Wirbelblockierungen ist die simple/hilflose Suche des Körpers nach Stabilität...

Die eigentliche Ursache liegt in der mangelnden Stabilität durch laxe Bandstrukturen. Die zu geringe Aufrichtespannung führt an den Facettengelenken zur Einstülpung und Verklebung der Synovialfalten (innere Auskleidung des Gelenkspalts) und damit einhergehend zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen.

Blockierte Wirbel können therapeutisch gelöst werden:

  • leise und ohne besondere Auffälligkeiten durch
    sanfte dreidimensionale Mobilisation
    gezielte dreidimensionale Bewegung
    hold-relax-technique
    positional-release-technique
     
  • oder mit einem hörbaren “Knacken” durch
    einen schnellen Impuls (high velocity-low amplitude, HVLA-technique)

Es gibt unterschiedliche Theorien zur
Herkunft des lauten “Knack-Geräusches” beim manipulieren. Die für mich schlüssigste Erklärung bezieht sich auf eine Art “schnalzen”, das sich durch das ruckartige Lösen der eingeklemmten Synoviafalten ergibt. Andere Erklärungen sprechen von einer Art “Vakuumphänomen” durch die ruckartige Vergrösserung des Gelenkspalts und den hierbei entstehenden Unterdruck im Gelenk.


Oft gehörtes Vorurteil:
“Häufiges einrenken führt zur Schwächung und Überdehnung der Bänder.”

Das stimmt so nicht (mehr)! Früher waren entsprechende Techniken üblich, bei denen Manipulationen über grosse Wege “gerissen” wurden.

Die Techniken der sanften osteopathischen Manipulation setzen Impulse ohne dabei den Halteapparat übermässig zu beanspruchen. Viel mehr ist das Gegenteil der Fall. Wirbel, die in ihrer Dysfunktion verhaftet bleiben, fixieren den fehlerhaften Bewegungsablauf und führen so zu weiterer Schädigung und Schwächung des Bandapparates.

Das “Einrenken” eines blockierten Wirbelsegments führt zur physiologischen Bewegungsmöglichkeit. Diese potentielle Beweglichkeit muss nun allerdings durch ein aktives Normalisieren des Bewegungsmusters genutzt werden um das Segment zu stabiliseren.

 

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